Themen: Partei-Politik, CH-Politik, Demokratie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Kaspar Surber sieht vor den eidgenössischen Wahlen vom 24. Oktober 2027 eine Chance für linke und progressive Kräfte. Zwar liege die SVP laut Wahlbarometer weiterhin vorn, doch hätten linke Anliegen bei jüngeren Abstimmungen Erfolge erzielt, darunter die Pflegeinitiative und die 13. AHV-Rente. Zugleich seien mehrere SVP-Vorlagen abgelehnt worden. Surber führt dies auf gesellschaftliche Veränderungen hin: Die Schweiz sei migrantischer, städtischer und gleichberechtigter geworden, während das Parlament diesen Wandel zu wenig abbilde. Als Beispiele nennt er die Debatte über Prävention gegen Gewalt an Frauen, die Finanzierung der 13. AHV-Rente, das aufgehobene AKW-Neubauverbot und Einschränkungen im Asylbereich. FDP und Mitte ordnet er politisch zunehmend der SVP unter. Die Wahlkampagne solle deshalb Themen wie Wohnungsnot, steigende Krankenkassenprämien, Klimakrise, AHV, Mindestlöhne und politische Repräsentation zu einer Abstimmung über die politische Richtung des Landes verbinden. Gewerkschaften, Umweltverbände, Mieterorganisationen und soziale Bewegungen müssten daran mitwirken.