Themen: Sport, Gesellschaft, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
SBB, Behörden und Teile der Politik verschärfen den Umgang mit Fussball- und Eishockeyfans. Die SBB wollen Extrazüge ausserhalb des regulären Fahrplans wegen eines jährlichen Defizits von knapp vier Millionen Franken sowie zusätzlicher Sachschäden von rund zwei Millionen Franken nicht mehr anbieten. Fanarbeit, Klubs und die Swiss Football League anerkennen Gewalt und Vandalismus, kritisieren aber eine undifferenzierte öffentliche Debatte und pauschale Massnahmen. In der Saison 2025/26 wurden in der Super League bei 512 Spielen und über drei Millionen Zuschauer:innen 58 Gewaltereignisse ohne Pyrotechnik gezählt. Forderungen nach personalisierten Tickets, Gesichtserkennung und beschleunigten Verfahren gelten Kritikern als Symbolpolitik. Das Kaskadenmodell mit möglichen Kollektivstrafen wie Sektorschliessungen ist weitgehend gescheitert; ein Zürcher Statthalter erklärte eine Schliessung der FCZ-Südkurve 2025 für rechtswidrig. Als wirksamstes Mittel gilt die Verfolgung einzelner Täterinnen und Täter kombiniert mit lokaler Fanarbeit und Dialog.