Themen: Klima&Energie, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Ein Zugreisender fährt Ende August von Locarno über Arth-Goldau und Luzern nach Bern und zieht nach einem aussergewöhnlich heissen Sommer Bilanz. In den Tälern liegen bereits Blätter, manche Flüsse führen kaum Wasser, und Temperaturrekorde wurden gebrochen. Zugleich erinnert er sich an Ferienmomente wie das Baden in der Maggia, Glace, Brunnenwasser und Lebensmittel im Dorfladen. Der Blick richtet sich jedoch auf künftige Hitzewellen und ihre möglichen sozialen Folgen. Bei tiefen Wasserständen könnten Badeorte wie der Schönausteg an der Aare unbenutzbar werden, Mineralwasser teurer und das Gurtenfestival wegen Waldbrandgefahr evakuiert werden. Der Text entwirft gegensätzliche Reaktionen: Horten, teure Klimaanlagen und Wasser als Spekulationsgut oder lokale Kühlräume, Begrünung, hitzetaugliche Schulen, angepasste Lebensmittelproduktion und gerechte Wasserverteilung. Auch ein milder Herbst und ausbleibender Schnee werden als Folgen der Erwärmung angesprochen.