Themen: Bildung, CH-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Zürcher Kantonsrat hat ein SVP-Postulat für strengere Richtlinien zum Umgang mit privaten Tablets, Notebooks und Smartphones an Volksschulen mit 92 zu 82 Stimmen angenommen. Bildungsdirektorin Silvia Steiner von der Mitte muss nun prüfen, wie ein generelles Smartphone-Verbot umgesetzt werden könnte. Der Regierungsrat hat dafür zwei Jahre Zeit und soll einen entsprechenden Bericht vorlegen. Betroffen wären alle Schülerinnen und Schüler von der ersten Primarklasse bis zur dritten Sekundarschule; Gymnasien blieben ausgenommen. Die SVP erhielt Unterstützung von Teilen der SP und Grünen. Gegen das Verbot stimmten neben der AL FDP, GLP und EVP. Sie verwiesen darauf, dass viele Schulen den Smartphonegebrauch bereits mit eigenen Massnahmen einschränkten, und forderten Aufklärung statt eines allgemeinen Verbots. In der Debatte standen auch Warnungen von Fachleuten vor möglichen Folgen für Aufmerksamkeit und soziale Fähigkeiten Jugendlicher im Zentrum.