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Ein urbanes Utopia – aber für wen?

Bajour
Ein urbanes Utopia – aber für wen?

Themen: Leben, Gesellschaft, Ungleichheit

Regionen: Schweiz, Basel/NWCH

An der Basler Rheingasse 17 wird nach einem Brand von 2019 ein historisches Haus zu einem gemeinschaftlich ausgerichteten Wohnprojekt umgebaut. Die Stiftung Edith Maryon will die Wohnungen nicht einfach vergeben, sondern zusammen mit Kulturveranstalterin Ada Fischer eine Bewohnerschaft zusammenbringen, die gemeinsame Nutzungen entwickelt. Vorgesehen sind unter anderem gemeinschaftlich nutzbare Zimmer, eine kleine Dachterrasse und möglicherweise ein Atelier; über weitere Ideen wie einen Mieterinnentreff oder ein Gemüseabo-Depot soll die künftige Gemeinschaft mitentscheiden. Im Erdgeschoss will die GmbH Bär im Schafspelz ab Ende 2026 Gastronomie und Pop-ups betreiben. Die Wohnungen sollen Anfang 2027 bezugsbereit sein. Die monatlichen Mieten reichen von rund 1600 Franken für 1,5 Zimmer bis zu mehr als 3300 Franken für eine Maisonette. Die Initiantinnen legen keine Zielgruppe fest, doch die hohen Kosten stellen die Frage, wer sich das Projekt leisten kann und ob daraus tatsächlich eine offene Gemeinschaft entsteht.

bajour.ch

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