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«Eine dreiste Bereitschaft, folgenlos Gräueltaten zu begehen»

Journal21
«Eine dreiste Bereitschaft, folgenlos Gräueltaten zu begehen»

Themen: Krieg&Frieden, KI/Digital, Gesundheit

Regionen: International, Westasien

Human Rights Watch, Amnesty International und die libanesische NGO The Legal Agenda werfen der israelischen Armee vor, im April 2026 im südlibanesischen al-Tiri ein Kriegsverbrechen begangen zu haben. Die Journalistin Amal Khalil wurde nach mehreren Angriffen auf ihr Fahrzeug und das Gebäude, in dem sie Schutz gesucht hatte, getötet. Die Fotografin Zeinab Faraj überlebte schwer verletzt. Die Organisationen erklären, die Armee habe wissen müssen, dass es sich um Zivilistinnen handelte, und Rettungskräfte während Stunden am Zugang gehindert. Die IDF sagt, Ziel seien zwei mutmassliche Hisbollah-Kämpfer im vorausfahrenden Auto gewesen, und untersucht den Tod Khalils weiter. Auch Angehörige des libanesischen Gesundheitswesens berichten von Angriffen auf Rettungskräfte und Krankenwagen; seit dem israelischen Einmarsch im März sollen mindestens 135 Beschäftigte getötet worden sein. Im Text wird zudem der Einsatz digitaler Zielerfassungssysteme der israelischen Armee thematisiert. Forschende warnen, automatisierte Prüfung grosser Zielmengen könne menschliche Kontrolle und Verantwortlichkeit schwächen.

www.journal21.ch

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