Themen: KI/Digital, CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Eine Basler KI-Sondersteuer, wie sie eine SP-Grossrätin vorgeschlagen hat, lehnt ein Mitglied des Grossen Rates ab. In der Debatte im Oktober argumentierte die Person, die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz verlange zwar eine anspruchsvolle Anpassung. Die gestiegene Arbeitslosigkeit im akademischen Bereich sei aber nicht allein auf KI, sondern auch auf die unsichere Wirtschaftslage zurückzuführen. Ob sich hohe KI-Investitionen refinanzieren lassen oder eine Blase droht, bleibt aus Sicht des Ratsmitglieds offen. Es erwartet, dass Berufe verschwinden, sich verändern und neu entstehen. Höhere Produktivität könne Gewinne, Einkommen und damit auch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge steigern. Angesichts der alternden Bevölkerung und sinkender Geburtenrate könne KI zudem einen Teil des Fachkräftebedarfs auffangen. Eine Sondersteuer würde nach dieser Einschätzung Unternehmen von der Nutzung abhalten und ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Als weitere mögliche Einsatzfelder nennt die Person Klimaschutz, Verkehrsmanagement und Bildung.