Themen: Gesellschaft, Leben
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Der Matthäusmarkt entstand 2006 auf Initiative von Bewohnerinnen und Bewohnern des Kleinbasler Matthäusquartiers. Trotz anfänglicher kantonaler Vorbehalte war er von Beginn an erfolgreich und wurde zum Vorbild für weitere Quartiermärkte. Die Christoph Merian Stiftung unterstützte das Projekt; seit 2010 gelten die neuen Quartiermärkte als offizielle Märkte. Mindestens 80 Prozent der angebotenen Waren müssen aus Eigenproduktion stammen. Freiwillige organisieren den wöchentlichen Betrieb, während die Verkaufserlöse für viele Marktfahrende eine wichtige Existenzgrundlage bilden. Nach dem Corona-Shutdown konnten einzelne Stände rasch wieder öffnen; die damaligen Abstandsregeln veränderten die Anordnung des Markts dauerhaft. Der Markt soll auch die Begegnung im vielfältigen Quartier fördern. Eine Masterarbeit kam jedoch zum Schluss, dass sich dessen kulturelle Vielfalt weder bei den Ständen noch bei der Kundschaft vollständig widerspiegelt. Begrenzter Platz, Produktionsvorgaben und feste Öffnungszeiten setzen neuen Angeboten Grenzen.