Themen: Wirtschaft/Finanzen, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Zug und Luzern liegen bei den Kontrollen gegen Schwarzarbeit deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Gemäss dem Bundesbericht wurden 2025 schweizweit 14'450 Betriebe geprüft; pro 10'000 Arbeitsstätten waren es durchschnittlich 193. In Luzern lag die Quote bei 74, in Zug bei 37. Auch die Zahl der vom Bund finanzierten Inspektoren fällt niedrig aus: Während Waadt 9,3 Stellen einsetzt, verfügt Zug über eine 40-Prozent-Stelle und Luzern über 2,8 Inspektoren. Das Seco zählt für Zug 20'321 und für Luzern 33'840 beitragspflichtige Betriebe; registriert sind in Zug insgesamt rund 43'000 Unternehmen. Schwarzarbeit umfasst legale Erwerbsarbeit, bei der Vorschriften verletzt werden, etwa durch nicht gemeldete ausländische Arbeitskräfte oder nicht bezahlte AHV-Beiträge und Quellensteuern. Trotz der geringen Kontrolldichte halten Zug und Luzern laut Ankündigung am bisherigen Vorgehen fest; zugleich wird darauf verwiesen, dass sie Fälle von Schwarzarbeit aufspüren.