Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft, KI/Digital
Regionen: International, Europa
Der Eusko ist im französischen Baskenland eine an den Euro gekoppelte Komplementärwährung, die im Sommer 2026 mit mehr als fünf Millionen Einheiten zirkulierte. Davon entfielen 4,5 Millionen auf digitale Guthaben. Rund 1400 Gewerbetreibende, 4600 Privatpersonen, 40 Gemeinden und die Agglomerationsgemeinschaft Pays Basque nutzten das System. Anders als beim Schweizer WIR-Geld können Privatpersonen damit ganze Rechnungen bezahlen, etwa in Restaurants, Lebensmittelgeschäften, bei Coiffeurs, Zahnärzten, Garagen oder Bauunternehmen. Gemeinden akzeptieren Euskos teilweise für Mediatheksabonnements oder Schwimmbadeintritte. Bezahlt wird mit Banknoten, der App euskopay oder einer Zahlkarte an Terminals. Private können Euros kostenlos tauschen, Euskos aber grundsätzlich nicht zurückwechseln; für Unternehmen und Vereine gilt beim Rücktausch ein Abschlag von fünf Prozent. Die Gebühr soll lokale Ausgaben fördern. Trägerorganisation und Koordinator betonen, der Erfolg beruhe auf einem starken Vereinsnetzwerk und regionaler Verbundenheit; bislang seien dennoch weniger als zwei Prozent der Bevölkerung Mitglied.