Themen: Kultur/Feuilleton, Gesellschaft, Leben
Regionen: International, International Unbestimmt
Konsum, Status und Aufstieg erzeugen nach Ansicht des Autors nur vorübergehende Befriedigung. Ein modischer Partner, ein höherer Lohn, ein Traumwagen oder das Eigenheim mit Kaminfeuer würden oft als Ziele des Glücks betrachtet. Sobald sie erreicht seien, verliere sich die Euphorie jedoch rasch. Der Autor erinnert sich daran, dass auch Lohnerhöhungen und Beförderungen bei von ihm geführten Teams keine lang anhaltende Freude auslösten. Die wohlhabende Welt erscheine ihm deshalb als übersättigte und gelangweilte Gesellschaft. Sie strebe neuen Konsumzielen nach und beschäftige sich zugleich mit laufenden Nachrichten und Krisen, deren öffentliche Aufmerksamkeit schnell wieder abebbe. Genannt werden Klima, Migration, Energie sowie Kriege in der Ukraine, im Iran und in Gaza. Historische Gesellschaften wie das Römische Reich oder Kulturen Mittel- und Südamerikas dienen ihm als Vergleich für mögliche Zerfallsprozesse. Er verweist auf Jared Diamonds 2005 erschienenes Buch «Kollaps – Warum Gesellschaften überleben oder untergehen» und betont die Vergänglichkeit aller Dinge.