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Eine Zuger Hexe lehrte das fürchten – und endete tragisch

Zentralplus
Eine Zuger Hexe lehrte das fürchten – und endete tragisch

Themen: Kultur, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Lisi Bossi gilt in der Zuger Sagensammlung als besonders bekannte Hexengestalt. Ihr werden Brandstiftung im Kloster Engelberg, Flüge nach Basel und an den Luzerner Markt sowie ein versuchter Anschlag auf die Rigi zugeschrieben. Eine weitere Sage verlegt sie an die Brunnen-Chilbi vom 23. Juli 1737: Nachdem junge Frauen sie verspottet hätten, habe sie ein schweres Unwetter ausgelöst, das ihre weissen Strümpfe verschmutzte. Die Erzählungen schildern Schadenzauber, Brände und Wettermanipulation teils humorvoll. Sie überdecken jedoch ein historisches Gewaltverbrechen. Lisi Bossi hiess Elisabeth Bossard und wurde zusammen mit ihren vier Nichten, den Bossard-Schwestern, im letzten grossen Zuger Hexenprozess von 1737 bis 1738 der Hexerei beschuldigt. Am 12. September 1737 wurde sie lebend verbrannt. Bereits weniger als hundert Jahre später kursierten Geschichten über sie als Sagen.

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