Themen: Klima&Energie, Wissenschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
El Niño könnte nach einer Prognose der Weltwetterorganisation WMO um Dezember seinen Höhepunkt erreichen. Für das Quartal Oktober bis Dezember erwartet sie in der äquatorialen Pazifikregion Niño 3.4 eine Abweichung der Meeresoberflächentemperatur von rund 3,7 Grad. Das wäre mehr als beim bisherigen Höchstwert von November 2015 bis Januar 2016. Die US-Wetterbehörde NOAA beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass das Ereignis bis Januar bis März 2027 stark oder sehr stark bleibt, auf über 83 Prozent. El Niño ist die warme Phase des natürlichen ENSO-Phänomens und kann Niederschlagsmuster verändern sowie regional Überschwemmungen oder Dürren begünstigen. Es wird nicht durch den Klimawandel verursacht, tritt aber auf einem wärmeren Planeten auf. Für das Schweizer Winterwetter sind die Zusammenhänge laut MeteoSchweiz schwach. Schäden an Ernten könnten sich jedoch weltweit auf die Verfügbarkeit und Preise von Kaffee, Kakao und Getreide auswirken.