Themen: KI/Digital, Technologie, Umwelt
Regionen: International, Nordamerika
SpaceX plant unter dem Namen Starmind orbitale Rechenzentren für künstliche Intelligenz und beantragte bei der US-Telekomaufsicht FCC im Februar 2026 bis zu einer Million Satelliten. Die Idee nutzt Solarenergie im All, verschärft aber laut Fachleuten die Umweltfragen der industriellen Nutzung niedriger Erdorbits. Bereits Starlink betreibt 10’881 Satelliten und beantragte weitere 100’000 Exemplare der dritten Generation. Mehr Konstellationen bedeuten Lichtverschmutzung für die Astronomie, deutlich mehr Raketenstarts und ein wachsendes Kollisionsrisiko. Satelliten werden am Ende ihrer Lebensdauer kontrolliert in die Atmosphäre gelenkt; Starlink-Geräte halten ungefähr fünf Jahre. Beim Zerfall entstehen jedoch Partikel und chemische Rückstände, deren Transport und Wirkungen auf Atmosphäre, Ozonschicht, Aerosole und Klima unzureichend erforscht sind. Die ESA und das internationale Netzwerk AIRL verlangen Messkampagnen, bessere Modelle und koordinierte Studien. Die ambitioniertesten Megakonstellationen stammen vor allem von US- und chinesischen Unternehmen.