Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Schweizer Printmedien stehen laut der Analyse wegen sinkender Auflagen, ins Digitale abwandernder Werbegelder und hoher Kosten vor einer weiteren Bereinigung. Die vorerst abgewendete Einstellung der gedruckten Tribune de Genève wird als Warnsignal aus der Romandie bewertet, wo Zeitungen verschwinden, Redaktionen schrumpfen und Stellen abgebaut werden. Auch Tamedia streiche Stellen, Regionalblätter gäben auf und Verlage legten Redaktionen zusammen. Die frühere Expansion von «24 Heures» ins Wallis und nach Freiburg sei gescheitert, weil dort etablierte Lokalmedien bestünden. Kritisiert wird, dass Verlage Inhalte zentral produzierten, mit KI übersetzten und über verschiedene Titel verbreiteten. Dadurch drohe lokaler Bezug verloren zu gehen, etwa wenn Genfer Medien Zürcher Lokalgeschichten übernähmen. Der Beitrag fordert eigenständige publizistische Profile statt austauschbarer Formate und erwartet vergleichbaren Druck auch für Zürich, Bern und Basel.