Themen: KI/Digital, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Ein Cyberangriff auf das Zürcher Onlinemedium Republik hat Abonnentendaten und die Zuordnung anonymer Kommentare zu Personen gefährdet. Nach Angaben des Mediums begannen die ersten Angriffsversuche am 9. August; ab 11. August wurden Daten abgerufen, der grösste Teil am 5. September. Nachweislich dauerte der Datenabruf bis Anfang Oktober. Betroffen sein könnten im schlimmsten Fall rund 2300 Personen, deren Kommentare oft politische Ansichten enthalten und damit besonders schützenswerte Personendaten darstellen. Republik meldete den Vorfall dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten. Ursache war ein fehlerhaftes Update. Die Softwarelieferantin hatte vor der Sicherheitslücke gewarnt, doch Republik hatte deren Warnungen nicht abonniert und verfügte über keine automatischen Prüfungen bekannter Schwachstellen. Das Leck wiegt besonders schwer, weil das Medium mehr als 30'000 zahlende Zugänge zählt und sich wiederholt mit Fragen der Datenüberwachung befasst hat.