Themen: Krieg&Frieden, Kultur
Regionen: International, Europa
Am Samstag erinnerte eine Nachstellung in Jena an die Schlacht vom 14. Oktober 1806, die unweit von Weimar stattfand. Napoleons Truppen besiegten damals Teile der preussischen Armee. Parallel dazu unterlag das preussische Hauptheer bei Auerstedt. Mehr als 200’000 Soldaten standen sich in den Kämpfen gegenüber; Zehntausende verloren ihr Leben. Die Darstellung führt ein Ereignis vor Augen, das mit sehr hohen Opferzahlen verbunden war. Kriege werden heute zwar anders geführt als zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die nach dem Zweiten Weltkrieg aufkeimende Hoffnung, zumindest in Europa könnten Kriege als Realität einer vergangenen Epoche gelten, erfüllte sich jedoch nicht. Die Erinnerung an die Schlacht verbindet damit die napoleonischen Kämpfe von 1806 mit der Feststellung, dass kriegerische Gewalt in Europa nicht der Vergangenheit angehört.