Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Ein Gastautor fordert Sergio Ermotti zum Rücktritt als UBS-Chef auf. Ermotti hatte Wegzugsgerüchte um die UBS zunächst als «Bullshit» bezeichnet, nach den Quartalszahlen aber langfristige Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der Bank vom Standort Schweiz aus prüfen lassen. Der Autor kritisiert, Ermotti stelle Interessen der Aktionäre als Interessen der Schweiz dar und drohe indirekt mit höheren Kosten für Kunden oder einem Wegzug, falls die Eigenkapitalanforderungen verschärft würden. Im Zentrum steht die Frage, wer Risiken aus dem Auslandsgeschäft der Grossbank tragen soll. Der Autor erwartet im Nationalrat Widerstand gegen die UBS und hält eine Unterlegung der Auslandstöchter mit 90 Prozent hartem Kernkapital für wahrscheinlich. Ein Wegzug, Verkauf oder eine Fusion wären seiner Ansicht nach aufwendig und mit erheblichen Vertrauens- und Reputationsrisiken verbunden. Für eine Entspannung der festgefahrenen Debatte brauche es ein neues Gesicht an der Spitze der Bank.