Themen: Wirtschaft/Finanzen, Technologie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Swatchs Bestellsystem für die auf 1969 Stück limitierte Omega-Monduhr «Mission to the Moon» ist erneut zusammengebrochen. Die Uhr wird für 500 Franken angeboten; laut Beitrag liegt allein der Einschmelzwert ihrer elf Gramm Gold über diesem Preis. Das knappe Angebot führt damit online zu chaotischen Bestellversuchen, nachdem es bei früheren Lancierungen offenbar auch zu Problemen und Randalen gekommen war. Konzernchef Nick Hayek setzt weiterhin auf Sondereditionen, darunter Modelle mit Planeten- und Simpsons-Motiven. An der Börse habe Swatch über drei, fünf und zehn Jahre enttäuscht, während das Geschäft mit solchen aufgewerteten Uhren gut laufe. Kritisiert wird zudem, dass das Gold der neuen Modelle aus Omega-Altbeständen stammt. Ein Fachmann bezeichnet das Einschmelzen von Komponenten aus den 1960er-Jahren als historisch inakzeptabel, zumal der Konzern solche Ersatzteile Privaten nicht liefere. Aus Biel komme technisch nichts Neues mehr, lautet ein weiterer Vorwurf.