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«Es gibt keinen Hebel, nur zahlreiche kleine Schalter und Knöpfe»

Journal B
«Es gibt keinen Hebel, nur zahlreiche kleine Schalter und Knöpfe»

Themen: Migration/Asyl, Wirtschaft/Finanzen, Ukraine Krieg

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Adrian Gerber, seit 2024 Beauftragter für die Arbeitsmarktintegration von Personen mit Schutzstatus S, zieht vor seinem Weggang Ende Juni Bilanz. Nach der Aufnahme von rund 50’000 ukrainischen Geflüchteten 2022 verlagerte sich der Schwerpunkt von rascher Unterbringung auf Sprache, Arbeit und längerfristige Integration. Der Bundesrat setzte Ende 2023 eine Erwerbsquote von 40 Prozent als Ziel. Für Personen, die seit mehr als drei Jahren in der Schweiz leben, liegt sie inzwischen bei rund 47 Prozent. Diese Statistik erfasst jedoch auch wenige Arbeitsstunden: Viele arbeiten Teilzeit, beziehen weiterhin Sozialhilfe oder verdienen unter dem Bedarf für vollständige Selbstständigkeit. Der durchschnittliche Beschäftigungsgrad beträgt etwa 70 Prozent, der Lohn rund 4’600 Franken. Erleichterungen wie die Meldepflicht statt eines Bewilligungsverfahrens und zwölf Monate Aufenthaltsverlängerung für Erwerbstätige verbesserten die Planbarkeit. Hürden bleiben Sprachkenntnisse, Anerkennung von Diplomen und der Zugang zu qualifizierten Berufen. Gerber fordert frühe Integration und bessere Koordination, etwa über die Plattform Path2Work.

journal-b.ch

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