Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Ein heisser Sommer verleiht der Schweiz nach dieser Betrachtung eine besondere Ruhe: Wer nicht verreist oder die Street Parade besucht, erlebe ein stilles Land. Die Hitze lasse sich in Wohnungen durch gezieltes Öffnen und Schliessen der Fenster mildern, während Spitäler, Hotels und Schulen oft keine Klimaanlagen hätten. Der Text verbindet diese Beobachtung mit Kritik an Behörden, unzureichend ausgebauten Strassen, fehlendem medizinischem Personal und der Abhängigkeit von ausländischen Fachkräften. Die Reden zum 1. August seien rasch verhallt; Christoph Blocher habe vor allem die Neutralität wieder hervorgehoben. VBS-Skandale und Forderungen nach zusätzlichen Mitteln für ein Drohnenzentrum lösten kaum Aufregung aus. Als Kontrast zur sommerlichen Stille werden steigende Aktienkurse, Goldpreis und die Entwicklung der UBS-Aktie genannt. Auch Kirchen, Kernkraftkompetenzen, militärische Personalfragen und ein Bergrutsch am Matterhorn kommen zur Sprache. Die Schweiz erscheine als Land langsamer, erst rückblickend erkennbarer Veränderungen.