Themen: Gleichstellung, Gesellschaft, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Feministische Streikkollektiv Zürich bereitet mit 108 unterstützenden Organisationen, Gewerkschaften, Parteien und NGOs aus allen Sprachregionen den Care-Streik vom 14. Juni 2027 vor. Der Streiktag vom 14. Juni 2026 stellt unbezahlte Care-Arbeit und ihre Systemrelevanz ins Zentrum. Laut Bundesamt für Statistik wurden 2024 über 10'000 Millionen Stunden unbezahlte Hausarbeit geleistet. Erste Forderungen kommen vom Kollektiv Kritischer Lehrpersonen: Es verlangt die Bezahlung tatsächlich geleisteter Arbeitszeit, kleinere Klassen, mehr ausgebildetes Personal und bessere Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft. Der Kommentar kritisiert, linker Aktivismus werde medial häufiger über Ausschreitungen als über Forderungen behandelt, während die rechtsextreme Junge Tat überproportional präsent sei. Er fordert zudem mehr Austausch zwischen ausserparlamentarischen und parlamentarischen Linken. Dies gelte auch angesichts der Wohnungsnot in Zürich, wo hohe Mieten, lange Besichtigungsschlangen und kostenpflichtige Plattformangebote den Zugang zu Wohnungen erschweren. Die breite Allianz für den Care-Streik könne wirksam sein, sofern ihre Forderungen nicht abgeschwächt würden.