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«Es wird keine Versöhnung geben»

Infosperber
«Es wird keine Versöhnung geben»

Themen: Migration/Asyl, Gesellschaft, Demokratie

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa

Manuel Corchia, Mitgründer der rechtsextremen Gruppe Junge Tat, erläutert im Gespräch seine Vorstellungen von Remigration und einer ethnisch definierten Schweiz. Zunächst nennt er die Ausschaffung illegal anwesender und krimineller Personen selbstverständlich, später fordert er aber auch scharfe Überprüfungskriterien für Eingebürgerte der zweiten und dritten Generation, falls diese seiner Ansicht nach «kulturfremde» Grundsätze über die Schweizer Demokratie stellten. Corchia vertritt dabei ein ethnokulturelles und genetisches Verständnis von Zugehörigkeit und lehnt liberalen Individualismus ab. Der Beitrag ordnet diese Aussagen dem Ethnopluralismus zu, einer Ideologie, die kulturelle Trennung als Schutz unterschiedlicher Gruppen darstellt. Als wichtige Bezugsperson erscheint der österreichische Identitäre Martin Sellner. Dessen Konzepte sehen neben Asylsuchenden und straffälligen Ausländerinnen und Ausländern auch nicht assimilierte Eingebürgerte als Zielgruppen vor. Sellners vorgeschlagener Assimilationsmonitor soll unter anderem Sprache, soziale Kontakte, Religion und Wahlverhalten erfassen. Am Erscheinungstag des Gesprächs beginnt in Zürich ein Verfahren gegen Corchia und vier weitere Mitglieder der Jungen Tat wegen Störungen eines Pride-Gottesdienstes und einer Dragqueen-Lesung.

www.infosperber.ch

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