Themen: Migration/Asyl, Krieg&Frieden
Regionen: International, Westasien
Christian Saunders, der britische Interimschef des UN-Hilfswerks für Palästinaflüchtlinge UNRWA, hat einen Plan zum Abbau von Tausenden Arbeitsstellen angekündigt. Betroffen wären vor allem Beschäftigte in Gaza. Saunders will zudem die Leistungen für palästinensische Flüchtlinge jährlich um zehn Prozent reduzieren. Bereits am Rand der jüngsten Uno-Generalversammlung in New York hatte er angedeutet, die Organisation solle innerhalb von vier bis fünf Jahren geschlossen werden. Die Ankündigungen lösten bei der Palästinensischen Autonomiebehörde erhebliche Besorgnis aus. Nach Berichten über eine Sitzung mit Geberstaaten eines UNRWA-Unterausschusses hätten Verantwortliche der Behörde mehrere Treffen abgehalten. Sie bewerten die Pläne als gefährliches und böswilliges Vorgehen. Saunders führt die Organisation seit dem Ende des Mandats des Neuenburgers Philippe Lazzarini im März interimistisch.