Themen: Gesellschaft, Migration/Asyl, Ungleichheit
Regionen: International, Afrika
Die marokkanische Herrschaftsstruktur, der «Makhzen», steht im Zentrum eines polemisch formulierten Beitrags. Der Autor schildert König Mohammed VI. als absoluten Machthaber, dessen Umfeld Sicherheitsorgane, wichtige Wirtschaftsbereiche und Teile des Rohstoffsektors kontrolliere. Die Migration nach Ceuta wird als von Marokko eingesetztes Druckmittel gegenüber Spanien und der EU dargestellt; für einzelne Vorwürfe, darunter eine angebliche Erpressbarkeit der spanischen Regierung durch Pegasus-Überwachung, werden keine Belege im Text angeführt. Der Beitrag verknüpft zudem Forderungen an Brüssel mit Marokkos Ansprüchen auf spanische Exklaven und die umstrittene Westsahara. Hervorgehoben werden Besitz und Beteiligungen der Königsfamilie, darunter Al Mada, Managem, Hotels, Immobilien, Flugzeuge und eine Jacht. Diesem Reichtum stellt der Autor Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen, Strassenkinder und regionale Unabhängigkeitsbestrebungen im Rif gegenüber. Auch Korruption, Drogenhandel und Repression werden als Merkmale des Systems behauptet.