Themen: Klima&Energie, Umwelt, Wissenschaft
Regionen: International, Europa
Am 22. August erreichten die globalen Meeresoberflächentemperaturen einen Rekordwert. Mitte August lagen die Temperaturen im westlichen Mittelmeer rund sechs Grad und im Atlantik vor der Iberischen Halbinsel mehr als fünf Grad über dem Durchschnitt. Marine Hitzewellen haben in Europa stark zugenommen: Ihr Anteil an den Gewässern stieg von 40 Prozent in den 1980er-Jahren auf 98 Prozent im Jahr 2025. Fachleute führen die besonders intensiven Ereignisse auf den Klimawandel zurück. Die Ozeane nehmen rund 89 Prozent der überschüssigen Erdwärme auf, verlieren dadurch aber zunehmend ihre Pufferfunktion. Wärmeres Wasser erhöht Hitze und Luftfeuchtigkeit an Küsten, kann Starkniederschläge, tropische Wirbelstürme und Veränderungen von Monsunen begünstigen und schädigt Korallen, Schwämme sowie Algen. Zudem kann es weniger Kohlendioxid und Sauerstoff aufnehmen. Die Intensität lässt sich laut Fachleuten vor allem durch weniger fossile Energien begrenzen.