Themen: Wirtschaft/Finanzen, Technologie, KI/Digital
Regionen: International, Europa
Die europäische Techbranche wächst weiter, doch Hochschulabgänger wie der schwedische IT-Absolvent Hugo Arnesjö finden wesentlich schwerer eine erste Stelle als frühere Jahrgänge. Zwischen 2011 und 2024 stieg die Zahl der IT-Arbeitsplätze in der EU von 5,6 auf 10,3 Millionen, während die Gesamtbeschäftigung lediglich um 11 Prozent zunahm. Eurofound nennt Digitalisierung nach der Pandemie, Cybersicherheit und zuletzt KI-Berufe als zentrale Wachstumstreiber. Zugleich erhalten Fachkräfte mit Berufserfahrung, Seniorität und Spezialwissen einen deutlich höheren Stellenwert; die Nachfrage nach weniger erfahrenen Beschäftigten wachse schwächer. Der Anteil der höchstens 35-jährigen Techbeschäftigten blieb EU-weit von 2014 bis 2024 bei rund 37 Prozent, regional aber mit grossen Unterschieden. KI verursache bislang keine nachweisbaren Stellenverluste: Bis 2024 habe sie vielmehr neue Techjobs begünstigt. Für das EU-Ziel von 20 Millionen Techfachkräften bis 2030 müsste sich das jährliche Beschäftigungswachstum jedoch nahezu verdoppeln.