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Fabrikbrand in Thun: Wenn Repression Feuer fängt

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Fabrikbrand in Thun: Wenn Repression Feuer fängt

Themen: Wirtschaft/Finanzen, Innen-Politik

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Beim Brand im Gebäude der Waffenfirma B & T in Thun am 29. Oktober wurde niemand verletzt. Die Berner Kantonspolizei ermittelt; Brandstiftung steht im Vordergrund. Ein mutmassliches Bekennervideo begründet den Angriff mit der Herstellung des Granatwerfers GL06, der in Frankreich als LBD 40 eingesetzt wird und zum Symbol von Polizeigewalt geworden ist. Der Journalist David Dufresne dokumentierte zahlreiche schwere Verletzungen durch Granatwerfer bei Protesten. B & T-Eigentümer Karl Brügger verweist darauf, dass Frankreich Munition eines anderen Herstellers verwende. Die Firma produziert unter anderem Maschinenpistolen, Scharfschützengewehre und Granatwerfer. Ihr bewilligtes Exportvolumen lag im Vorjahr bei über 100 Millionen Franken. Frühere Lieferungen gelangten unter anderem in die Ukraine und nach Russland. Wegen eines Waffenexports über Neuseeland nach Kasachstan wurde Brügger rechtskräftig zu einer Geldstrafe von 3000 Franken verurteilt. Er bestritt die Vorwürfe und akzeptierte den Strafbefehl 2018 nach jahrelangem Rechtsstreit.

www.woz.ch

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