Themen: Sport, Corona, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Die Luzerner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Schweizer Fussballnationalspieler Granit Xhaka wegen des Verdachts auf mögliche Erschleichung einer falschen Beurkundung oder Urkundenfälschung. Im Mittelpunkt steht ein Covid-Zertifikat, das eine Luzerner Ärztin ausgestellt haben soll und zwei angebliche Impfungen dokumentiert. Auch gegen die Ärztin läuft ein Verfahren; ihre Praxis war laut Medienberichten bereits 2023 durchsucht worden, weil der Verdacht auf falsche Covid-Zertifikate bestand. Xhakas Sprecher erklärt, eine behandelnde Ärztin bestätige Impfungen am 25. Januar und 8. November 2022. Die beschuldigte Ärztin lässt über ihren Anwalt ausrichten, sie habe Xhaka geimpft. Zweifel weckt vor allem der zweite Termin: Xhaka spielte damals für Arsenal am 6. und 9. November in England. Eine Reise nach Luzern dazwischen wäre theoretisch möglich, erscheint angesichts des Spielplans jedoch ungewöhnlich. Xhaka soll Anfang Oktober befragt werden. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.