Themen: CH-Politik, Demokratie, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Josef Lang hält einen zweiten Wahlgang bei den Zuger Regierungsratswahlen vom 4. Oktober 2026 für ausgeschlossen. Bei Gesamterneuerungswahlen habe es im Kanton Zug bisher nie einen zweiten Wahlgang gegeben, weil das absolute Mehr vergleichsweise tief berechnet werde. Massgeblich ist die Summe der gültigen Kandidierendenstimmen geteilt durch 14, nicht die Zahl der eingereichten Wahlzettel; leer gelassene Linien werden nicht mitgezählt. 2014 erreichte die siebtplatzierte Manuela Weichelt 14'708 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 11'839. 2018 übertrafen sogar neun Kandidierende das absolute Mehr von 11'407 Stimmen, 2022 lagen nur die sieben Gewählten darüber. Lang kontrastiert dies mit Luzern, wo die Zahl der gültig Wählenden das höhere absolute Mehr bestimmt und 2023 einen zweiten Wahlgang nötig machte. Auch Solothurn wählte 2025 erst im zweiten Durchgang seine Regierung. In Zug entscheide der siebte Platz und damit die Fairness der Kräfteverteilung, nicht eine zweite Runde.