Themen: Innen-Politik, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn, Zürich/Winterthur
Das Aargauer Obergericht hat einen 32-Jährigen von Vorwürfen im Zusammenhang mit schweren Drohungen gegen die Universität Zürich freigesprochen. Der Mann hatte im Juni 2024 anonym über die Messenger-App Jodel angekündigt, Professorinnen und Professoren sowie weitere Personen an der Universität töten zu wollen. Ausschlaggebend für den Freispruch war die Beschaffung seiner Nutzerdaten durch die Kantonspolizei Zürich. Diese forderte IP-Adresse und Standort direkt bei der Betreiberfirma der App in Berlin an. Dadurch sind laut Urteil sowohl diese Daten als auch daraus gewonnene Folgebeweise nicht verwertbar. Die Verfahrenskosten und eine Anwaltsentschädigung von 4300 Franken trägt nun die Staatskasse. Für einen Tag unrechtmässiger Haft erhält der Freigesprochene zudem 200 Franken Genugtuung.