Themen: Migration/Asyl, Bildung, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Rund ein Drittel der Schweizer Bevölkerung ist im Ausland geboren, und schätzungsweise 30 Prozent der Schulkinder sprechen zu Hause keine Schweizer Landessprache. Nach einer Auswertung von Pisa-Daten erreichen fremdsprachig in den Kindergarten eintretende Kinder in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen nur zu zwei Dritteln das Mindestkompetenzniveau. Fast die Hälfte der 15-Jährigen ohne Landessprache zu Hause scheitert daran; bei wohlhabenden Familien kann Unterstützung oder eine Privatschule sprachliche Nachteile auffangen. Verlässliche amtliche Angaben zum Anteil dieser Schülerinnen und Schüler fehlen, die Verteilung unterscheidet sich je nach Schulstandort stark. Die SVP in Glarus verlangte im Januar 2026 eine Obergrenze fremdsprachiger Kinder pro Klasse, die SVP Luzern im Mai eine Quote von 30 Prozent. Als Vorbilder werden Sprachtests und Umteilungen in Aarhus sowie Italiens geplante Ausländerquote von maximal 30 Prozent genannt. Die italienische Regel knüpft jedoch an Nationalität statt Sprachkenntnisse an.