Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
FDP-Ständeräte verhinderten laut dem Kommentar strengere Kapitalvorgaben für die UBS. Statt zusätzliches hartes Eigenkapital aufzubauen, könne die Grossbank neue AT1-Anleihen ausgeben. Der Autor beurteilt diese Instrumente als krisenanfällig und verweist auf ihre Rolle beim Untergang der Credit Suisse. Nach Angaben der «Financial Times» könnte die UBS 16 Milliarden Dollar an neuen AT1-Bonds benötigen. Der Kommentar warnt, die UBS mit einer Bilanzsumme von 1700 Milliarden und weiteren Derivatpositionen bleibe für die Schweiz ein erhebliches Risiko. Als historische Beispiele nennt er die staatliche Rettung der UBS 2008 mit 70 Milliarden Franken Risikoeinsatz und die 2023 zur Stabilisierung der Credit Suisse benötigten 257 Milliarden. UBS-Chef Sergio Ermotti habe mit dem Argument möglicher Übernahmen durch US-Banken überzeugt. Der Autor hält dagegen, die UBS-Leverage-Ratio von 4,5 Prozent liege unter jener amerikanischer Grossbanken und kritisiert den Ausbau des Investment-Bankings.