Themen: Kultur/Feuilleton, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Acht vorwiegend Zürcher Songs werden als ironische Alternativen zum Schweizerpsalm vorgeschlagen, der seit 45 Jahren mit Gottesbezug und Vaterlandspathos verbunden wird. Nationalhymnen sollen laut Historischem Lexikon der Schweiz Eigenart und Zusammengehörigkeitsgefühl einer Nation ausdrücken; die Auswahl will stattdessen die Gegenwart besingen und trägt bewusst eine Zürcher Schlagseite. Big Zis’ «F C V» ersetzt die freien Schweizer durch «Funky Cool Vaginas». «Ide Strass» von Stereo Luchs und Phenomden beschwört einen perfekten Spätsommerabend an der Limmat mit Freundschaften und Feier. Kalabreses «Sihltal» findet Erleuchtung an der weiterfliessenden Sihl. Batbait verweist mit «How did my Apartment get so expensive» auf teuren Wohnraum. Weitere Titel grenzen sich von der Goldküste ab, feiern die Langstrasse oder betrachten Zürich aus der Perspektive von Menschen aus anderen Schweizer Orten. Den Abschluss bildet DFWs «Züri City Baby» als Bekenntnis zur stadtweiten Lokalliebe von Zürichberg bis Altstetten.