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Finma-Hammer gegen Bär: Auf Zenit 1 Mrd. offen bei Benko – Inside Paradeplatz

Inside Paradeplatz

Themen: Wirtschaft/Finanzen

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Die Finma hat Julius Bär erneut wegen Mängeln im Risikomanagement und in der Compliance gerügt. Im Zentrum stehen Kredite an René Benko: Zeitweise soll die Bank mehr als eine Milliarde Franken offen gehabt haben. Laut Aufsicht wurde eine Tranche über den Jahreswechsel 2022/23 nur scheinbar verbucht; im Zuge der Benko-Liquidation drohten erhebliche Verluste. Insgesamt wird ein Verlust von 600 Millionen Franken genannt. Die Finma beanstandet ignorierte Warnsignale, millionenschwere Provisionen sowie Interessenkonflikte. Auch bei zwei russischen, politisch exponierten Kunden seien Risiken unzureichend geprüft worden, obwohl ein Relationship Manager enge persönliche Verbindungen zur Familie eines Kunden gehabt haben soll. Julius Bär muss künftig nur noch 250 statt 500 Millionen Franken zusätzliches Eigenkapital für Risikogeschäfte halten und erhält wieder mehr Spielraum bei Krediten und PEP-Geschäften. Bis 2032 verlangt die Finma jedoch Berichte zur Risiko-, Fehler- und Compliance-Kultur. Gegen drei ehemalige Verantwortliche laufen Gewährsverfahren.

insideparadeplatz.ch

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