Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
Die invasive Quaggamuschel und tiefer Wasserstand haben die Kursschifffahrt auf der Strecke zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein zeitweise unterbrochen. Nach einer Ausbaggerung der Muschelschalen konnte der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden. Der Fischereiverband kritisiert die Massnahme jedoch als gefährlichen Präzedenzfall. Präsident Marco Stoll verlangt, den Rhein als sensibles Ökosystem zu behandeln und die Schiffe mit geringerem Tiefgang und weniger Wellenschlag an die Bedingungen anzupassen. URh-Geschäftsführer Remo Rey hält dagegen, die Gesellschaft habe eine Konzession und müsse die Schiffbarkeit gewährleisten. Ohne Eingriffe drohten Verlandung, touristische Einbussen und wirtschaftliche Folgen für Gastronomie und Betriebe entlang des Rheins. Die URh arbeitet mit ihrer «Vision 2035» an leichteren Schiffen, verweist aber auf Kosten von 18 bis 20 Millionen Franken pro Neubau. Beide Seiten sehen die Quaggamuschel als Problem. Sie unterscheiden sich vor allem darin, ob wiederholte Baggerarbeiten, eine neue Rinne oder eine Anpassung des Schiffsverkehrs die angemessene Antwort sind.