Themen: Kultur, Gesellschaft, Ungleichheit
Regionen: International, Nordamerika
Flex ist eine in East Brooklyn entstandene Tanzkultur, die seit den frühen 2000er-Jahren Erfahrungen von Armut, Gewalt, Arbeitslosigkeit und Polizeidruck körperlich verarbeitet. Junge vorwiegend afroamerikanische und karibischstämmige Tänzer verbinden Elemente des jamaikanischen bruk-up, Popping, Breakdance, Krump und Pantomime. Zu den Disziplinen gehören bone breaking, gliding, posing, getlow und connecting. Für Akteure wie Flizzo und Jay Donn bietet die Tanzszene eine Alternative zu Gewalt und eine Möglichkeit, Frustration und Überlebenswillen auszudrücken. Battles wie die BattleFest League organisieren den Wettbewerb und die Gemeinschaft. Der Beitrag ordnet Flex in die Geschichte afroamerikanischer urbaner Tanz- und Hip-Hop-Kultur ein. Mit YouTube, Dokumentarfilmen, Auftritten am Guggenheim und Engagements für Popstars wuchs die öffentliche Aufmerksamkeit. Die Professionalisierung brachte jedoch Spannungen: Sponsoren, Geld und individuelle Karrieren veränderten die zuvor stärker gemeinschaftlich geprägte Szene und schufen Rivalitäten zwischen Crews und Generationen.