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«Fliessen und Spriessen»

Journal21
«Fliessen und Spriessen»

Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur

Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn, Zürich/Winterthur

Die Graphische Sammlung der ETH Zürich widmet Hugo Suter (1943–2013) die Ausstellung «Fliessen und Spriessen». Im Zentrum steht seine Druckgrafik, deren Bildsprache aus der langjährigen Beobachtung des Hallwilersees hervorging. Suter lebte und arbeitete von 1972 bis zu seinem Tod in Seon, Beinwil und Birrwil oder in deren Nähe. Bewegtes Wasser, wechselndes Licht und transparente Tiefen führten ihn zu Bildern von Überlagerung, Unterbrechung und Durchblicken. Dabei beschäftigte ihn auch Jean Gebsers Konzept verschiedener Bewusstseinsschichten. Der ausgebildete Tiefdruckretoucheur und Zeichenlehrer nutzte Holzschnitt, Radierung, Aquatinta und Fotografie. Besonderes Gewicht erhält die seltene Hyalografie, bei der Zeichnungen in Glasplatten eingeätzt und als Tiefdrucke abgezogen werden. Seine Vorliebe für Glas zeigt sich ebenfalls in Kunst-am-Bau-Arbeiten und einem 65-teiligen Paravent im Aargauer Kunsthaus. Eine Aquatinta zu Caspar Wolfs Beatushöhle verbindet Suters Gegenwart mit kunsthistorischer Naturbeobachtung. Die Ausstellung dauert bis 8. November; kuratiert wurde sie von Alexandra Barcal und Tim Oechslin.

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