Themen: Kultur, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Techno-Rap-Band Slaymobil&Bassluder eröffnete bei den Winterthurer Musikfestwochen einen Konzertabend und rief das Publikum zum Slogan «Gisi bleibt» auf. Gemeint ist eine seit rund drei Jahrzehnten besetzte Liegenschaft der Stiftung des verstorbenen Immobilienbesitzers Bruno Stefanini. Die Verwalterin der Stiftung hatte den Besetzern nach langjährigen Konflikten eine letzte Frist gesetzt; danach droht eine Räumung durch die Polizei. Ein Augenzeuge kritisierte, dass an einem öffentlich unterstützten Anlass zu einer Hausbesetzung animiert worden sei. Der Sprecher der Musikfestwochen erklärte, das Festival sei seit über 50 Jahren ein Ort für Musik, Begegnung und Vielfalt. Die Bühnen böten Raum für künstlerischen Ausdruck, und einzelne Aussagen von Auftretenden mache sich die Organisation nicht zu eigen. Eine ausdrückliche Distanzierung vom Aufruf erfolgte nicht. Stadt Winterthur und Kanton Zürich unterstützen die Musikfestwochen mit öffentlichen Mitteln. Die Band wird zudem mit der Juso und deren Forderung nach einer hohen Erbschaftssteuer in Verbindung gebracht.