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Frauenrechte in Afghanistan: Unterdrückt, aber nicht verschwunden

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Frauenrechte in Afghanistan: Unterdrückt, aber nicht verschwunden

Themen: Gleichstellung, Bildung, Gesellschaft

Regionen: International, Westasien

Die Taliban verwehren Frauen und Mädchen in Afghanistan weiterführende Schulen, Universitäten und zahlreiche öffentliche Orte. In Herat verschärften sie jüngst Kleidervorschriften und nahmen Frauen fest; bei Protesten wurde mindestens eine Person getötet. Schirin Mehrabi unterrichtet dennoch an einer privaten Grundschule, obwohl ihr offizielle Lehrzeugnisse fehlen. In Kabul betreibt Amira Latifi eine Modewerkstatt mit zehn jungen Frauen und erhielt vorläufig die Bewilligung, eine private Bildungseinrichtung für rund siebzig Schülerinnen und Schüler zu führen. Solche Spielräume stehen neben drastischen Einschränkungen in Verwaltung, NGOs und im öffentlichen Leben. Laut Sozialwissenschaftler Wahid Rahimdil gibt es innerhalb der Taliban Spannungen zwischen Führungskräften in Kabul und einem strikt konservativen Zirkel in Kandahar. Ein rascher politischer Wandel gilt dennoch als unwahrscheinlich. Mehrabi verweist zudem auf patriarchale Strukturen in Familien, die unabhängig von der Regierung fortbestehen.

www.woz.ch

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