Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Der Berner Regierungsrat will den Streit um die Konzession der Kraftwerke Oberhasli und die Verteilung des Grimselstroms mit einem neuen Kompromiss lösen. Ab 2042 soll die BKW an der KWO eine Mehrheit von 60 Prozent halten, Energie Wasser Bern seinen Anteil auf 20 Prozent erhöhen. Die städtischen Versorger von Basel und Zürich würden je noch zehn Prozent besitzen. Kleinere bernische Energieversorger aus Städten wie Thun und Biel sollen keine Beteiligung erhalten, aber gemeinsam Anspruch auf sechs Prozent der Produktion zu Produktionskosten bekommen. Die Regelung soll langwierige Verhandlungen vermeiden und Investitionen in den Ausbau von Speicher- und Wasserkraftkapazitäten am Grimsel sichern. Die KWO produziert rund die Hälfte des Berner Wasserkraftstroms, und der Kanton erhält aus Konzessionen derzeit rund 40 Millionen Franken jährlich. Der Entwurf sieht zudem vor, die KWO eigenständig in Innertkirchen zu führen und dort Arbeitsplätze sowie touristische Infrastruktur zu stärken. Der Grosse Rat berät die Vorlage in der Wintersession; auch Basel und Zürich müssen den Anteilsabbau genehmigen.