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Fünf Fragen zur Beurteilung von Evergreen-Fonds

finews.ch
Fünf Fragen zur Beurteilung von Evergreen-Fonds

Themen: Wirtschaft/Finanzen

Regionen: International, International Unbestimmt

Rücknahmeanträge von mehr als zehn Milliarden US-Dollar haben Evergreen-Fonds im Private Credit im ersten Quartal 2026 auf die Probe gestellt. Während einige Manager Rücknahmen beschränkten, konnten andere sie vollständig bedienen. Als entscheidend gelten dabei nicht nur die Anlagen, sondern vor allem Aufbau und Steuerung der Fonds. Ein Leitfaden nennt fünf Prüfpunkte: die Zusammensetzung der Anlegerbasis, verfügbare Liquidität nach möglichen Rücknahmebeschränkungen, die Anlagedisziplin bei raschem Wachstum, zeitnahe Bewertungen sowie die Widerstandsfähigkeit der Strategie in Marktverwerfungen. Eine stark auf den Wealth-Kanal ausgerichtete Anlegerbasis kann zu gleichzeitigen Rücknahmeforderungen führen; institutionelle und langfristig gebundene Mittel können stabilisieren. Gates verschaffen laut dem Leitfaden lediglich Zeit und ersetzen keine Reserven, Kreditlinien oder veräusserbaren Positionen. Verzögerte NAV-Anpassungen können Ein- und Ausstiege zu unangemessenen Preisen ermöglichen. Strukturelle Prozyklizität lasse sich abschwächen, aber nicht vollständig beseitigen.

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