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Für ADHS, Depression, Autismus gibt es keine klaren Diagnosen

Infosperber
Für ADHS, Depression, Autismus gibt es keine klaren Diagnosen

Themen: Gesundheit, Wissenschaft

Regionen: International, International Unbestimmt

Psychiatrische Diagnosen wie ADHS, Depression, Autismus oder bipolare Störungen lassen sich laut dem auf Diagnosen spezialisierten Psychiater Awais Aftab nicht durch Gen- oder Bluttests eindeutig nachweisen. Sie beruhen auf Gesprächen, Beobachtungen und der Zuordnung von Erleben und Verhalten zu Mustern. DSM und ICD-11 definierten vor allem Kriterien für die Abrechnung von Behandlungen. Symptome seien in der Bevölkerung fliessend verteilt; diagnostische Schwellen blieben daher Grauzonen. Schlafprobleme, Nervosität, Erschöpfung und Rückzug könnten sich gegenseitig verstärken. Frühe Beschwerden seien oft unspezifisch und könnten sich unterschiedlich entwickeln. Zudem beeinflussten Lebensumstände, Anforderungen und Persönlichkeit, ob Symptome klinisch relevant würden und welche Therapie passe. Aftab warnt vor festen Etiketten, weil Betroffene im Lebenslauf und je nach Fachperson verschiedene Diagnosen erhalten könnten. Peter C. Gøtzsche kritisiert die Ausweitung psychiatrischer Kategorien und den massiven Einsatz von Psychopharmaka. Er fordert stärkere Finanzierung von Psychotherapien und warnt auch vor raschem, unsorgfältigem Absetzen.

Infosperber

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