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Für mehr Selbstbestimmung und Selbstverständlichkeit

Journal B
Für mehr Selbstbestimmung und Selbstverständlichkeit

Themen: Gesellschaft, Gleichstellung, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Philippe Amann nimmt am 21. Oktober als einer von 44 Menschen mit Behinderungen an der Behindertensession im Nationalratssaal teil. Der 37-Jährige lebt und arbeitet in Bern, hat eine Körperbehinderung und berät bei der Stiftung Behindertentransport Kanton Bern Menschen mit Anspruch auf vergünstigte Taxifahrten. Zusätzlich arbeitet er am Empfang der Stiftung Rossfeld. Politisch will er sich besonders für mehr Wahlfreiheit beim Wohnen einsetzen. Leben mit Assistenz sei für Betroffene komplex, weil sie Assistenzpersonen selbst suchen, anstellen, einarbeiten und Einsätze organisieren müssten. Auch alltägliche Hindernisse wie Türsensoren in Zügen, die Rollstuhlfahrende nicht erkennen, zeigen ihm den Handlungsbedarf. Inklusion bedeute für ihn, selbst über Wohnen, Arbeit und Freizeit bestimmen zu können. Die diesjährige Behindertensession dauert einen ganzen Tag; Teilnehmende haben in Kommissionen eigene Petitionen vorbereitet und diskutiert. Forderungen der Session von 2023, etwa zum Wahl- und Stimmrecht, befinden sich weiterhin in parlamentarischen Verfahren.

journal-b.ch

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