Themen: Gesundheit, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa
Haargels, Shampoos, Rasierschäume und weitere Pflegeprodukte mit verbotenen Inhaltsstoffen sind laut einer Recherche weiterhin über Onlineplattformen erhältlich. Besonders betroffen seien Produkte bekannter Marken wie Nivea, Schwarzkopf und Schauma. Der Duftstoff Lilial, der allergieauslösend und möglicherweise fruchtbarkeitsgefährdend ist, ist in der EU und in der Schweiz seit vier Jahren verboten; die übliche Übergangsfrist von 18 Monaten ist abgelaufen. Hersteller erklären, sie hätten die betroffenen Produkte nach Inkrafttreten der Verbote nicht mehr ausgeliefert, doch Restbestände blieben online im Umlauf. Die EU fand 2025 bei der Prüfung von mehr als 1,6 Millionen Websites über 20’000 verbotene Produkte. Täglich kämen rund 800 neue Kosmetika auf den europäischen Markt. In der Schweiz kontrollieren unter anderem Kantonslabore und fanden verbotene Stoffe zuletzt in UV-härtenden Nagellacken und Kinderkosmetika. Zusätzlich stehen Prostaglandin-Analoga in Wimpernseren wegen möglicher Krebs- und Fruchtbarkeitsrisiken in Kritik.