Themen: Gesundheit
Regionen: Schweiz, Tessin
Das Tessiner Kantonallabor hat zwischen Mai und September 2026 die mikrobiologische Qualität von offen verkauftem Glace untersucht. Von 22 Proben aus 13 Gelaterias, Bars und Restaurants mit eigener Produktion waren sechs nicht konform, was 27 Prozent entspricht. Untersucht wurden 13 Milchglacen und neun Sorbets, die entweder an Verkaufstheken, aus Softglace-Maschinen oder aus Reservegefriergeräten stammten. Bei sechs Proben lagen die Werte für aerobe mesophile Keime, Enterobakterien oder beide Indikatoren über den Referenzwerten. Diese Keime deuten auf Mängel bei Hygiene, Herstellung oder Lagerung hin, verursachen aber normalerweise kein unmittelbares Gesundheitsrisiko. Alle Proben entsprachen den Vorgaben für Escherichia coli und koagulasepositive Staphylokokken. Vier beanstandete Proben stammten von Verkaufstheken, eine aus einer Softglace-Maschine und nur eine aus einem Reservegefriergerät. Die betroffenen Betriebe müssen Korrekturmassnahmen umsetzen.