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Geldhaie im Gesundheitssystem

Infosperber
Geldhaie im Gesundheitssystem

Themen: Gesundheit, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa

Private-Equity-Investoren kaufen Arzt-, Zahn-, Augen- und weitere Fachpraxen, bündeln sie zu Ketten und finanzieren Übernahmen teils über Kredite und verschachtelte Gesellschaften in Steueroasen. Augenarzt Christoph Kniestedt warnt, medizinische Entscheide könnten durch Umsatzvorgaben und Renditeziele unter Druck geraten. In Deutschland weisen Analysen auf starkes Wachstum solcher Ketten hin; in Bayern rechneten PE-geführte medizinische Versorgungszentren pro Patient durchschnittlich rund acht Prozent höhere Honorare ab als Einzelpraxen. Eine US-Studie fand nach Übernahmen mehr Untersuchungen und höhere Preise in gastroenterologischen Praxen. Auch in der Schweiz erhalten insbesondere pensionierungsnahe Ärztinnen und Ärzte Kaufangebote. Eine im Auftrag des BAG erstellte Luzerner Bestandsaufnahme schätzt, dass vier Prozent der Praxen grundlegende PE-Kriterien erfüllen, erkennt keinen unmittelbaren Regulierungsbedarf, empfiehlt jedoch ein Monitoring der Eigentümerstrukturen und eine intensivere Marktbeobachtung.

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