Themen: Wirtschaft/Finanzen, Technologie, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Romandie
Der Innovationsforscher Dominique Foray begrüsst den geplanten Genfer Innovationsfonds, weil private Schweizer Investitionen in Start-ups und innovative KMU trotz eines zulässigen Anteils von 15 Prozent bei Pensionskassen nur rund 1,5 Prozent erreichen. Den kantonalen Innovationsplan von 2025 beurteilt er jedoch als zu allgemein und zu stark auf den Campus Biotech ausgerichtet. Genf brauche mindestens fünf auf seine Branchen zugeschnittene Strategien: für Finanzwesen, Luxusindustrie, Handel, Informationstechnologien und Life Sciences. Gerade im für Genf wichtigen Finanzsektor fehlten radikalere Innovationen bei künstlicher Intelligenz und quantensicherer Cybersecurity; zudem liege er weitgehend ausserhalb des Fokus von Innosuisse. Foray verweist auf geringe Start-up-Finanzierungen in Genf von 77,5 Millionen Franken 2025 gegenüber mehr als einer Milliarde in Zürich und über 500 Millionen im Waadtland. Universität, Fachhochschulen, CERN sowie internationale Organisationen müssten stärker in die Strategie eingebunden werden. Ein gemeinsamer Innovationsstandort sei möglich, dürfe aber die branchenspezifische Förderung nicht ersetzen.