Themen: Leben, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die Berner Wohnbaugenossenschaft Q-Hof will ihr Modell gemeinschaftlichen Wohnens auf ein weiteres Haus für rund zehn Personen ausweiten. Die 1989 im Lorraine-Quartier gegründete Genossenschaft hat ihre Liegenschaften saniert und ausgebaut; etwa 50 Bewohnende teilen Flächen, Gemeinschaftsräume und Aufgaben. Katharina Boerlin und zwei weitere Interessierte stiessen 2024 dazu, weil sie ein Haus dem Spekulationsmarkt entziehen und günstigen Wohnraum schaffen wollen. Zusammen mit Einlagen und privaten Darlehen ist die Genossenschaft laut Vorstandsmitglied Marc Kilchenmann für rund drei Millionen Franken kreditwürdig. Für ein zentrumsnahes Objekt reicht dies jedoch oft nicht. Ein Haus in der Länggasse kam 2025 nicht zustande, ein Objekt im Breitenrain ging im Bieterverfahren weg. Ein Haus im Kirchenfeld erwies sich nach Berechnung von Kauf-, Hypothekar- und Sanierungskosten als zu teuer für günstige Mieten. Die Suche nach einem geeigneten Objekt läuft weiter.