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Gesellschaft ohne Bücher: Der buchstäbliche Unterschied

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Gesellschaft ohne Bücher: Der buchstäbliche Unterschied

Themen: Gesellschaft, Kultur/Feuilleton, Gleichstellung

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, International Unbestimmt

Die Debatte über sinkendes Lesen verbindet den Verlust längerer, komplexer Lektüre mit der Dominanz von Videos, Audioformaten und digitalen Textfragmenten. Eine US-Erhebung ergab für 2022, dass weniger als die Hälfte der Erwachsenen mindestens ein Buch und nur 38 Prozent einen Roman oder eine Kurzgeschichte gelesen hatten. Die Gegenwart wird deshalb als «postliteral» beschrieben. Besonders diskutiert wird der Unterschied zwischen Männern und Frauen beim Lesen. In der Schweiz gaben 2024 laut Bundesamt für Statistik 81,5 Prozent der Frauen, aber 66,1 Prozent der Männer an, ein bis drei Bücher gelesen zu haben. Mindestens dreizehn Bücher lasen 19,5 Prozent der Frauen und 8,8 Prozent der Männer. Das Lesebarometer 2025 nennt zudem unterschiedliche Vorlieben: Romane bevorzugen 84 Prozent der Frauen und 48 Prozent der Männer, Sachbücher 47 beziehungsweise 60 Prozent. Behauptungen, Frauen bestritten 80 Prozent des Belletristikverkaufs, sind jedoch offenbar nicht belastbar belegt. Literatur wird teils als Mittel gegen problematische Männlichkeitsbilder überhöht; zugleich werben online verschiedene Gruppen mit Hashtags wie #booksforboys um junge Leser.

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